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Rohstoffprofil • Spezifikation • Anwendung

Propylenglykol (PG) – Eigenschaften, Verwendung & Hinweise

Propylenglykol ist eine klare, farblose und nahezu geruchlose Flüssigkeit. Je nach Spezifikation wird es u. a. als Trägerstoff, Lösungsmittel und Feuchthaltemittel eingesetzt – dort, wo Mischbarkeit, stabile Handhabung und reproduzierbare Ergebnisse gefragt sind.

  • Synonyme: 1,2-Propandiol, Propan-1,2-diol
  • Summenformel: C3H8O2
  • CAS: 57-55-6
  • Mischbarkeit: mit Wasser gut mischbar

Was ist Propylenglykol?

Propylenglykol (PG) gehört chemisch zu den zweiwertigen Alkoholen (Diolen). Zwei Hydroxylgruppen sorgen für eine gute Mischbarkeit und erklären seine Rolle als Träger- und Lösungsmittel in unterschiedlichen Formulierungen.

Wichtig: Nicht mit Ethylenglykol verwechseln

Ethylenglykol ist ein anderer Stoff und giftig (u. a. bekannt aus Frostschutzmitteln). Propylenglykol ist nicht Ethylenglykol – prüfe bei Beschaffung immer Bezeichnung, CAS und Produktangaben.

Physikalische & chemische Eigenschaften

Physikalisch

  • Aggregatzustand: flüssig
  • Farbe: farblos
  • Geruch: nahezu geruchlos
  • Mischbarkeit: mit Wasser gut mischbar
  • Viskosität: abhängig von Temperatur und Qualität

Chemisch

  • Summenformel: C3H8O2
  • Bezeichnung: 1,2-Propandiol (Propan-1,2-diol)
  • CAS: 57-55-6
  • Molare Masse: ca. 76,09 g/mol

Für die Praxis sind nicht nur Basiswerte entscheidend, sondern Reinheit, Wassergehalt, Fremdstoffe und die Dokumentation – das ist je nach Einsatzfeld unterschiedlich relevant.

Spezifikation & Qualitätscheck

Wenn Propylenglykol in Rezepturen oder Prozessen zuverlässig funktionieren soll, ist die Spezifikation wichtiger als der Produktname. Prüfe (sofern beim Artikel verfügbar) die Angaben, die zu deinem Einsatz passen.

Typische Prüfpunkte

  • Reinheit / Qualität: je nach Einsatz (z. B. lebensmittelnah, kosmetisch, technisch)
  • Wassergehalt: relevant für Stabilität und Mischverhalten
  • Geruch/Optik: Hinweis auf Lagerung/Verunreinigung (produktabhängig)
  • Gebinde: dicht, sauber, zweckmäßig für Entnahme & Lagerung

Dokumente (produktabhängig)

  • Spezifikation: Kenndaten/Parameter (produktbezogen)
  • SDS/TDS: Sicherheits-/Technikdatenblatt (falls erforderlich bzw. vorhanden)
  • CoA: Analysenzertifikat/Chargenbezug (falls verfügbar)
  • Los/Charge: Rückverfolgbarkeit, soweit relevant

Dokumente anfragen

Praxis-Tipp: Für Dokumentanfragen bitte Artikelbezug nennen (und falls vorhanden Chargen-/Losbezug).

Typische Verwendungsbereiche

Je nach Produktkategorie wird Propylenglykol in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt – häufig als Trägerstoff, Feuchthaltemittel oder Lösungsmittel. Maßgeblich sind immer Zweck, Spezifikation und rechtliche Einordnung der konkreten Anwendung.

Lebensmittelnah

Je nach Anwendung als Trägerstoff oder Lösungsmittel, z. B. in Zusammenhang mit Aromen oder Zusatzstoffen. Entscheidend sind Zweck, Dosierung und die Produktangaben.

Kosmetik

Häufig als Feuchthaltemittel und Trägerstoff für Duft- und Wirkstoffe. Hier zählen Hautverträglichkeit, Formulierungsstabilität und saubere Verarbeitung.

Pharma & Labor

Nutzung als Hilfsstoff/Lösungsmittel in Formulierungen – abhängig von Zulassung, Rezeptur und Einsatz. Bei professionellen Anwendungen sind Spezifikation und Dokumentation besonders relevant.

Technische Anwendungen

Je nach Spezifikation z. B. als Komponente in technischen Mischungen. Prüfe Materialverträglichkeit, Temperaturbereich und Handling-Hinweise.

Formulierungen & Mischungen

Als Träger- oder Verdünnungskomponente. In der Praxis entscheiden Mischbarkeit, Wassergehalt, saubere Gebinde und reproduzierbare Dosierung.

Prozess & Produktion

Wenn wiederkehrende Ergebnisse zählen, lohnt sich ein kurzer Standard: definierte Entnahme, saubere Werkzeuge, dokumentierte Chargen (falls relevant) und stabile Lagerbedingungen.

Lagerung & Handling

Viele Abweichungen entstehen durch Lagerung, offene Gebinde oder unklare Entnahmeprozesse. Wenn du regelmäßig arbeitest, helfen einfache Standards – ohne unnötige Bürokratie.

Typische Lagerung

  • kühl, trocken, lichtgeschützt (wenn relevant)
  • Gebinde nach Entnahme sofort dicht verschließen
  • saubere Umgebung – Kontamination vermeiden
  • Temperaturschwankungen reduzieren (produktabhängig)

Saubere Entnahme

  • nur saubere Werkzeuge/Behälter verwenden
  • keine Rückführung von Resten ins Originalgebinde
  • bei Dokumentationsbedarf: Los/Charge notieren
  • bei Fragen: Artikelbezug angeben

Konkrete Hinweise (z. B. Temperaturempfehlungen) stehen – sofern vorhanden – direkt am Artikel.

Hinweise zur Sicherheit

Propylenglykol wird in vielen Anwendungen genutzt. Wie bei vielen Stoffen können bei empfindlichen Personen Reizungen oder Unverträglichkeiten auftreten. Maßgeblich sind Einsatz, Dosierung und produktbezogene Hinweise.

  • Produktbezogene Hinweise (z. B. Lagerung, Umgang) bitte der jeweiligen Artikelbeschreibung entnehmen.
  • Bei sensibler Haut oder bekannten Unverträglichkeiten ist Vorsicht sinnvoll.
  • Bei technischen/chemikalienrechtlichen Themen können SDS/CLP-Hinweise relevant sein (produktabhängig).

Wichtig: Propylenglykol nicht mit Ethylenglykol verwechseln (Ethylenglykol ist giftig).

Synonyme & Bezeichnungen

  • Propylenglykol (Kurzform: PG)
  • 1,2-Propandiol (chemische Bezeichnung)
  • Propan-1,2-diol (alternative Schreibweise)

FAQ

Wofür wird Propylenglykol typischerweise eingesetzt?

Häufig als Lösungsmittel oder Trägerstoff in Formulierungen sowie als Feuchthaltemittel – je nach Produktkategorie, Spezifikation und Zweck.

Ist Propylenglykol wasserlöslich?

Propylenglykol ist gut mit Wasser mischbar. Das ist ein Grund, warum es häufig als Träger-/Lösungsmittel verwendet wird.

Was ist der Unterschied zu Ethylenglykol?

Ethylenglykol ist giftig und wird z. B. in Frostschutzmitteln eingesetzt. Propylenglykol ist ein anderer Stoff (CAS 57-55-6). Verwechslungen lassen sich durch CAS/Bezeichnung sicher vermeiden.

Welche Dokumente sind bei Bedarf relevant?

Produktabhängig sind Spezifikation sowie ggf. SDS/TDS und – falls verfügbar – ein Analysenzertifikat (CoA) möglich. Für Anfragen am besten Artikelbezug (und bei Chargenfragen Los-/Chargenbezug) angeben.